Nochmal ein Tag Paris im Oktober

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Herbst im Perigord im Oktober 2013 in Verignac. Die Unterkunft war südlich der Dordogne. Am 30. Oktober war der Tag der Abreise. Wir wollten die Rückreise ganz entspannt antreten und noch einige Sehenswürdigkeiten ansehen.

Auf dem Programm standen die Cascade de Gimel und ein Tag Paris.

Den Weg bis Gimel fuhren wir auf Landstrassen. Anfangs noch Nebel auf den Bergen, erreichten wir Gimel in der Nähe der Autobahn gegen 14 Uhr.

Ein kleines Problem hatten wir in den letzten Urlaubstagen. Vermutlich waren uns die Mahlzeiten ohne Schwarzbrot auf den Magen geschlagen. An jeder Bürgermeisterei gibt es ein WC public. In vielen Orten hatten wir eine Audiens beim Bürgermeister notwendig. Leider hat uns der nervöse Magen auf der Rückreise begleitet. Vorausschauend besuchten wir auch in Gimel die Bürgermeisterei. Wir machten uns auf den Weg zur Cascade. Den Boden der Schlucht mit Blick auf den Wasserfall erreichten wir nicht. Wir mussten zurück zur Bürgermeisterei. Vom Weg nach unten hatten wir nur schlechte Aussicht auf Teile des Wasserfalls.

Nach Besuch bei der Bürgermeisterei fuhren wir gegen 15:30 direkt zur Autobahn. Gegen 20:00 Uhr erreichten wir Orleans. Dort fanden wir ein sehr preiswertes Hotel. Es war aus Containern aufgebaut, aber für eine Nacht akzeptabel.

Am 31. Oktober fanden wir im Südosten von Paris in der Rue Veron einen Parkplatz. Um zu einer Metrostation zu kommen überquerten wir zweimal Brücken über die Seine. Ziel war der Eifelturm. Nach wenigen Stationen mussten wir aus der Metro raus. Mein Magen hatte sich gemeldet. Mitten in Paris keine Bürgermeisterei in der Nähe, aber zum Glück gleich an der Metro ein Restaurant „Au Metro“. Ich rannte rein, rief dem Kellner zu „Toilet“. Er zeigte nach unten. Ich machte einen Endspurt in den Keller und fand das Klo. Nurgis hatte vor der Tür geduldig gewartet, aber nun hatte sie es eilig. Mein Hinweis: „Geradeaus und dann runter“ führte dazu, dass sie erstmal in die Küche stürmte. Draußen nutzte ich die Zeit einige Fotos zu machen. Im Zentrum des Kreisverkehrs war ein Brunnen mit sitzenden Löwen. Die Metrostation hieß Daumesnil.

In der Nähe der Militärakademie am Place Joffre kamen wir aus der Metro. Irgendwo auf dem Weg zum Eifelturm fanden wir ein sechseckiges Häuschen mit öffentlichen Toiletten. Wir nutzten die Möglichkeit, aber es war gruselig. Vermutlich wegen der vielen Leute, waren die Klos verdreckt. Wir reihten uns in den Menschenwurm ein und erreichten gegen 16:30 Uhr den Eifelturm. An den Kassen standen lange Menschenschlangen. Wir verzichteten deshalb darauf mit dem Fahrstuhl auf den Turm zu fahren. Das war die richtige Entscheidung, denn bei Nurgis meldete sich der Magen. Sie lief mit Handtasche, in der auch mein Portmonai war, um eine Toilette zu suchen. So stand ich allein ohne Geld, ohne Papiere, aber mit Fotoapparat unter dem Eifelturm. Nachdem ich viele Fotos gemacht hatte, wurde ich langsam unruhig. Eine halbe Stunde war um. Ich war immer noch allein. Zum Glück trug sie gelbe Kleidung, so dass ich schon in der Ferne erkennen konnte, dass sie auf dem Rückweg zum Eifelturm ist.

Mit der Metro traten wir dem Rückweg an. Viel hatten wir von Paris nicht gesehen, außer dem Eifelturm von unten. Auf dem Rückweg zum Auto wurde es langsam dunkel. Wir gingen in der Dämmerung wieder über zwei Brücken. An einer Uferstrasse kamen wir an einem Zigeunerlager aus Caravans vorbei. Am anderen Ufer waren Gebäude in chinesischem Stil erleuchtet. Es war ein interessanter Spaziergang.

Fürs Erste hatten wir genug von Großstadt und Menschenmassen. Ausserhalb von Paris, in Lagny sur Marne hatten wir für zwei Übernachtungen ein Hotelzimmer gebucht. Das Hotel Campanile war einfach, preiswert und sauber. Gut um den Großstadtstress zu vergessen. Am kommenden Tag erkundeten wir entspannt die Umgebung von Lagny sur Marne. Am 2. November traten wir die Heimfahrt über Belgien und Luxemburg an.

Author : Gustav

Gustav

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