Erinnerung mit einem Foto

img

Erinnerung mit einem Foto

Erinnerung mit einem Foto an unseren ersten Urlaub in der Provence.

Nachdem wir dreimal Urlaub im Perigord gemacht hatten, planten wir für 2012 in die Provence zu reisen.

Vorher hatten wir zu Hause im Internet erkundet was wir uns anschauen wollten.  Ich hatte bei Google Earth den Canyon du Verdon gefunden. Bei Youtube gab es ein Video von einer Fahrt mit dem Motorad auf einer Strasse am Rand des Canyons.

Nachdem ich Sigrun das Video gezeigt hatte, war das Reiseziel gestrichen.

Deshalb haben wir ein Urlaubsquartier weiter westlich gesucht und schließlich in Mouries gefunden. Die Städte Arles, Avignon und Nimes kamen als mögliche Tagesziele ins Programm.

Sigrun wollte Lavendelfelder sehen. Mit der Wahl unserer Unterkunft in Mouries hatten wir aber eine Landschaft gefunden, die von Olivenplantagen geprägt war.

Im Perigord hatten wir uns angewöhnt zum Schutz vor der Mittagssonne Sonnenhüte mitzunehmen. Auch im April 2012 hatten wir unsere Sonnenhüte dabei. Wir wussten nicht, dass die Hüte in der Provence unbrauchbar waren. Wegen dem Mistral konnten wir die Hüte nicht aufsetzen. Vom Winde verweht wäre das Ergebnis gewesen. Auf der Festung Le  Baux war der Mistral so stark, dass ich den Fotoapparat nicht ruhig halten konnte.

.  bei Le Baux

Nördlich und östlich von Mouries ragen die Les Alpilles aus der Ebene mit den Olivenplantagen hervor. Die flachen Hänge waren von Rosmarin und Thymian besiedelt. Kam man vom Weg ab, dann hatte man den würzigen Duft der Pflanzen an der Kleidung. An den teilweise steilen Kalksteinfelsen sind die Schichten der Sedimente zu erkennen. Diese Schichten sind manchmal gefaltet oder schräg aufgerichtet und lassen ahnen welche Kräfte hier in der Vergangenheit gewirkt haben.

In den Les Alpilles haben wir 3 Wanderungen unternommen. Die Schönste führte von Aureille zum Tour des Opies. Allerdings war unser Schuhwerk ungeeignet bis zum Gipfel des Berges zu kommen. Hinter jeder Wegbiegung gab es neue Eindrücke oder Pflanzen. So kam es, dass  Sigrun fast 300 Fotos machte und ich mindestens genauso viel.

Die anderen Tagestouren führten weiter von der Unterkunft weg. Fontaine de Vaucluse, Rousillon mit Ockerfelsen, Camargue und die geplanten Städte.

Sehr gern haben wir unsere Lebensmittel auf Märkten gekauft. Nach einem Tag in Avignon sind wir einige Tage später noch einmal zum Markt nach Avignon gefahren. Es gibt auch Händler mit Dingen, die die Welt nicht braucht. Aber gerade das und Brocante scheint Sigrun besonders zu interessieren.

Mitbringsel aus Mouries war Olivenöl aus der Ölmühle im Ort.

Eigentlich wollten wir in diesem Jahr mit Enkeln Kurzurlaube in Deutschland machen. Nach dem Urlaub 2017 in Gramat stand für unsere Enkel fest, dass es im Urlaub wieder nach Frankreich geht. Sie bewundern, dass ihre Oma die Franzosen versteht und mit den Franzosen sprechen kann.

Nach vielen Reisen ins Perigord haben wir uns für die Provence entschieden. Es soll jedoch keine Wiederholung der Reise von 2012 werden. Trotzdem werden einige Orte wie Nimes, Rousillon und Les Alpilles wieder auf dem Programm stehen.

Bei aller Vorfreude auf einen erlebnisreichen Urlaub sollte man nicht vergessen, welches Privilegien wir in Europa haben grenzenlos zu reisen und mit einheitlicher Währung zu zahlen.

Unsere Väter mussten noch mit 17 als Soldaten nach Frankreich ziehen. Ihre Jugend haben sie in Krieg und Gefangenschaft vergeuden müssen.

Diese Privilegien sollten wir uns in Europa nicht von rückwärts gewandten Menschen verachtenden Nationalisten kaputt machen lassen.

Author : Gustav

Gustav

RELATED POSTS

Comments are closed.

%d Bloggern gefällt das: